Crossover

"Crossover" ist zu einem Synonym in der Musikwelt für nahezu aller Art von Synthese unterschiedlicher musikalischer Stile geworden. Die Mischung von Orchestermusik (-Denkweisen) mit ethnischen, "folk" oder modern/populären Genres, wo Improvisation oft eine wichtige Rolle spielt, bildet die Rahmen von den meisten "Crossover"-Projekten, die ich dirigiere oder arrangiere.

Praktisch gesehen, beschreibt "Crossover" eine Vielzahl von Konzertprogrammen, die man nicht leicht in den klassischen Kanon einordnen kann. Beispiele von solchen "Crossover"-Konzerten in den vergangenen Jahren wären "Tangomania": Virtuose orchestrale Tangomusik (Staatsorchester Frankfurt/Oder), Latino Classics: Salsa, Mambo und Tango (Deutsches Filmorchester Babelsberg), "Just listen to the bloody music": selten gehörte Filmsoundtrack-Meisterwerke (Gürzenich Orchester Köln), Symphonic Klezmer mit "Kol Simcha" und dem Saarländischen Staatsorchester (2./3. Juni 2003)

Oft wird bei modernen Filmkomponisten die Vermengung von musikalischen Genres zum Stilprinzip erhoben, z.B. Hans Zimmers Mix von Rock- und Elektronik-Stilen in "Gladiator" und "Rain Man", John Williams Verwendung von Klezmer in "Schindlers Liste", Henry Mancinis Handhabung von Jazzelementen in "Hatari", "Pink Panther", usw.

Es wird nicht überraschen, dass viele Aufnahmen und Konzertprojekte, die er mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg macht, vom Wesen her "Crossover" sind. Besonders in stilistischen 'Grenzsituationen' zeigt sich dieses Orchester als ungewöhnlich flexibel und versiert. Folglich wird das Orchester regelmäßig von Künstlern wie Udo Lindenberg, Erkan Aki, Karat, Element of Crime, usw. als künstlerischer Partner verpflichtet.