Classic Open Air: Musical Trip with Stars and Hits

(Berliner Morgenpost)

Am End vom Tag This review is presently being translated from German into English.

Although she is able conjure up the moonlight with the power of her voice: even Angelika Milster musste sich den düsteren Wolken, die über den Gendarmenmarkt zogen, geschlagen geben. Erstmals Regentropfen beim diesjährigen, dem 10. Classic Open Air - und dennoch tats der Stimmung keinen Abbruch, zumal das Tief nur ein kurzes Intermezzo gab. Die Balletteinlage wurde von der geballten Ladung der Schirme zugedeckt; als die Sänger zurückkehrten, gab es wieder freie Sicht.

Die hatten sie sich redlich verdient - allen voran die Milster, die als Publikumsliebling ihr Heimspiel genüsslich auskostete. «Ich bin, wie ich bin», sang sie trotzig-selbstbewusst in den Berliner Nachthimmel und erwies damit Jerry Herman und seinem «Käfig voller Narren» die Ehre. «Ein Stern geht auf» behauptete sie mit Lloyd Webbers «Sunset Boulevard», ihre komischen Seiten spielte sie als «Funny Girl» aus - und immer war ihr der Applaus der 7000 sicher.

Das Programm bot für jeden etwas. Bunte Mischung statt roter Faden, lautete die Devise. Alan Menken, Stephen Sondheim und Claude-Michel Schönberg, «Cabaret», «Cats» und «Jesus Christ Superstar», dazu die Klassiker Gershwin und Bernstein - es war eine Roundtrip durch die Musical-Theater von New York und London, Wien und Berlin. Das exotische Element steuerte Leah Delos Santos, zartstimmig und ein bisschen puppenhaft, bei, die sich zuerst durch «Dr. Jekyll & Mr. Hyde» träumte, bevor sie mit ihrer Stuttgarter Paraderolle als Kim aus «Miss Saigon» auch die feuchte Gendarmenmarktbühne mit fernöstlichem Zauber überzuckerte.

Dritter im Bunde: natürlich Uwe Kröger, Deutschland berühmtester Tod, der sich lockig-rockig von «Elisabeth» über den «Glöckner von Notre Dame» bis zu Cy Colemans «City of Angels» schwang und das Gefühl der großen weiten Musicalwelt in die gute Stube von Berlin-Mitte holte.

Everything - almost - was sung auf deutsch; the Moderation was berlinerisch. Cusch Jung, formerly a stalwart of Theater des Westens, was an elegant and charming Conferencier and versuchte sich, Traum seiner schlaflosen Sängernächte, überdies an Gershwins «It Ain't Necessarily So», Scott Lawton vom Babelsberger Filmorchester legte sich mit dem üppig besetzten German Starlight Orchestra energisch ins Zeug. Ein Abend ohne Glitzer und Hollywood-Glamour, eher eine Musical-Night für jedermann und jedefrau. Die zahlten, von ihren Plastikcapes am Ende nur noch mäßig behindert, mit reichem Beifall zurück. mho